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© Christian Matthiessen

2012 legte Christian Matthiessen, Vordenker, Betreiber und Stammgast der Freiburger Jackson-Pollock-Bar, einen „Theorie-Roman“ mit dem Titel OTMA & LUNL – On Tour mit Art & Language und Niklas Luhmann vor. Harrison, ein an Adorno, Benjamin und Luhmann geschulter Schwerdenker, tingelt mit seiner Theorie-Installationstruppe "Art & Language" durch die Hot Spots des globalen Kunstbetriebs. Die Story bietet den theoretischen Background für die Auflösung jeder stabilen Beobachtung erster Ordnung. Sie versammelt das Personal, das in der Tagungsphilosophie der Gegenwart die entscheidende Rolle spielt. Vor allem aber ist der Text dieses „Theorie-Romans“ selbst eine Performance, eine „Theorie-Installation“ – die Dialoge sind Playbacks der Theorien; die Reflexionen nehmen Theorien und Theoretiker als Ausstellungsstücke wie ein Kurator Kunstobjekte.

Sieben Jahre später ist der zweite Band im unverwechselbaren Matthiessen-Sound erschienen. Das Geschäft von „Art & Language“ läuft trotz Finanz- und Eurokrise und Trump immer noch gut, aber am Horizont ballen sich erste Krisen-Wolken zusammen: „Wir waren zuletzt nicht eigenständig genug, um als Kunst zu funktionieren. Unser One-Trick-Pony tanzte nicht regelmäßig genug, und die Ästhetik des Diskurses kam langsam aus der Mode.“

Es liest der Schauspieler Martin Horn.

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