Der Film "Set off", der im Rahmen des Vordiploms des HfG-Studenten Mustafa Emin Büyükcoskun im Fachbereich Medienkunst entstand, wurde für das Jihlava International Documentary Film Festival ausgewählt.

Das Festival ist das größte Filmfestival für Dokumentarfilme in Ostmitteleuropa und findet jährlich im Herbst seit 1997 in Jihlava (Tschechien) statt. Das jeweils sechstägige Festival versteht sich als offenes Forum und wird von Diskussionen mit den Zuschauern, Workshops, Podiumsdiskussionen und Fachtreffen umrahmt.

Der gebürtige Istanbuler Mustafa Emin Büyükcoşkun (1988) ist Student der HfG Karlsruhe im Fachbereich Medienkunst. Er arbeitete als Regieassistent für den Film, aber auch als Produzent und Kameramannassistent. Als Regisseur drehte er den Kurzfilm Sardunya (2008) und dreizehn Folgen der Dokumentarserie Hanlardan Plazalara (2013) für das türkische Fernsehen. Set-Off ist sein Spielfilmdebüt.


Set Off

Die Stadt Kobani liegt in Syrien an der Grenze des Einflussbereichs des islamischen Staates, der Türkei und der Kurden. Vertreter dieser drei gegnerischen Parteien kämpften zwischen den Jahren 2014 und 2016 während eines Kriegskonflikts, der viele Zivilisten das Leben kostete, darunter 33 türkische Bürger, die zuvor aus verschiedenen Gründen dorthin gekommen waren. Als Film in Erinnerung konzipiert, verfolgen die Filmemacher mit Symbolik ihre schicksalhafte Reise in eine zerstörte Stadt. Ergänzt wird das Filmmaterial durch Doppelbelichtungen der Gesichter der Überlebenden, die vom frühen Tod ihrer Freunde und Verwandten erzählen.

Regie: Mustafa Emin Büyükcoskun
Produzent: Arzu Demir
Foto: Ezgi Aydın, Emre Altan, Mustafa Emin Büyükcoşkun
Schnitt: Semih Gülen, Mustafa Emin Büyükcoşkun
Sound: David Loscher

Originaltitel: Gitmek
Sprache: Turkish und Kurdish Jahr: 2019
Laufzeit: 63 min

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