Am 3. August 2019 ab 18 Uhr öffnen Museen, Bibliotheken und Archive bei der 21. KAMUNA zu nächtlicher Stunde ihre Türen. In diesem Jahr wieder mit dabei: die HfG Karlsruhe.

Bei uns liegt der Fokus der Präsentation auf Arbeiten von Studierenden. Daneben werden auch die Workshop-Ergebnisse unseres Schnupperstudiums gezeigt.
Bereits zum zweiten Mal in Folge wird zu Beginn der Sommerferien wieder ein Schnupperstudium an der HfG Karlsruhe angeboten, das SchülerInnen zwischen 16 und 20 Jahren Einblicke in die verschiedenen Studiengänge der Hochschule bietet. Den Abschluss der Veranstaltung bildet eine öffentliche Präsentation der Workshopergebnisse auf der Karlsruher Museumsnacht KAMUNA


Projekte von Studierenden

„Balance, ou comment réconcilier les espaces“ / „Balance, or how to attune spaces”

von Nelly Corsten-Weckel und Charlotte Nies

„Balance, ou comment réconcilier les espaces / Balance, or how to attune spaces“ ist eine installative Auseinandersetzung mit Bewegung in ihren verschiedenen Aspekten des Realen. Organische und digitale Dimensionen wirbeln, konfrontieren und verbinden sich in einer illusorischen, immersiven Gravitation. Tanz, interpretiert von Nelly Corsten-Weckel, und sein virtuelles Pendant, gestaltet von Charlotte Nies, ringen um Gleichgewicht. Die Bewegungen im Raum sind eine Einladung zu einer möglichen überwältigenden Erfahrung.


„Purpur – Projekt Pitching Präsentation“

von Isabelle Konrad

2017 veröffentlichte die FFA (German Federal Film Board) ihre Studie „Gender und Film“, welche die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern innerhalb des Filmgeschäfts aufzeigt. Nicht nur hinter der Kamera herrscht eine große Ungleichheit zwischen Mann und Frau, auch im Film selbst zeichnet sich diese anhand von Dialogen, Rollen und dem Handlungsstrang ab. Innerhalb des Projekts „Purpur“ – einem 60-minütigen Spielfilm – setzte Isabelle Konrad sich mit der Genderfrage im Filmbusiness auf experimentelle Art und Weise auseinander.

„Purpur“ erzählt die Geschichte der Filmfigur Isana, die sich gegen ihr vorgefertigtes Schicksal in Form eines Drehbuchs wehrt und dadurch einen Machtkampf innerhalb der Welt einer Filmproduktion lostritt.

Der Film soll im Februar/ März in Karlsruhe gedreht werden. Doch das Projekt „Purpur“ umfasst lange nicht mehr nur die Produktion eines Films. Im Kontext dieses Projekts entstand eine Fotoreihe. Außerdem sollen Talks, Performances, Videoarbeiten und ähnliches folgen, die sich mit der Thematik befassen und so diese Problematik umfassend thematisieren.


„Zwischenraum“

von Tanja Meißner

Die Arbeit „Zwischenraum“ beschäftigt sich mit Auflösung und Transitzuständen - mit Zuständen, die sich zwischen zwei Phasen befinden. Ein solcher Zustand kann zum Beispiel der Übergang vom Leben zum Tod sein, der Weg der Selbsterkenntnis oder das sich Auflösen in einem neuen Bewusstsein. Ist der Wunsch der Auflösung so stark, dass die Grenzen sich aufheben und ein Übergang in eine neue Welt möglich ist?


"Die Herde"

von Silvie Marie Wipfler

Die Arbeit entstand im Seminar "Mermaid Tears", welches sich mit dem Müllprobelm, verursacht durch die Menschheit, und Mikroplastik im Speziellen beschäftigte, dem Moment, in dem ein Gegenstand seine Funktion verliert und der Lebenszyklus des Zerfalls beginnt - in Meeren, am Boden, in der Luft und sogar im Menschen selbst. Die Recherchearbeiten im Seminar basieren auf der Frage, wie man diesen absurden Lebenszyklus untersuchen und eventuell durchbrecheb kann. Im Seminar "Mermaid Tears" haben sie Stategien entwickelt, wie sie diese Veränderungen sichtbar machen.
Die Recherchearbeit von Silvie Marie Wipfler, eine Schafherde, die sich durch die HfG Karlsruhe bewegt. Die von ihr gestalteten Schafe bestehen aus verschiedenem Plastikmüll und gebrauchten OSB-Platten.

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