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© Anja Kaiser & Rebecca Stephany

Mit „D wie dysfunktionale Arbeitsflächen“ gewohnte Programmabläufe destabilisieren, über „K wie kritische Umarmungen“ Darstellungspolitik im Engtanz erproben oder mithilfe von „A wie Abziehbilder“ rigoros Vorbilder freilegen – in 25 Begriffen verknüpfen Anja Kaiser und Rebecca Stephany in ihrem Glossar des Undisziplinierten Gestaltens widerständige Werkzeuge, schwärmen für Mitstreiter- und VorreiterInnen, die den Designkanon kritisch befragen und befeuern Strategien für eine undisziplinierte Designpraxis in neoliberalen Arbeitsstrukturen.


Anja Kaiser ist als selbstständige Gestalterin und Künstlerin in Leipzig tätig, war von 2014 bis 2018 künstlerische Mitarbeiterin im Fachgebiet Schrift und Typografie an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und wird regelmäßig zu Vorträgen und Workshops im In- und Ausland eingeladen, zuletzt zur Biennale of Graphic Design in Chaumont oder dem Weltformat Graphic Design Festival in Luzern. Anja Kaiser bewegt sich im feministisch-aktivistischen Umfeld, in Szenen der Popkultur und sucht nach Freiräumen für gesellschaftliche Mitgestaltung. Mit Plakaten, animierten Digitalbildern und Handtucheditionen, die eine radikale ästhetische Handschrift tragen, verhilft sie den bearbeiteten Themen zu einer breiten öffentlichen Wahrnehmung.

Rebecca Stephany ist deutsche Designerin und Forscherin, lebt und arbeitet und Berlin, und ist seit 2016 Professorin im Fachbereich Kommunikationsdesign an der HfG Karlsruhe. In ihren künstlerischen und angewandten Projekten hinterfragt Stephany die Grenzen von Autonomie und Dienstleistung, zuletzt im Rollenspagat für den Badischen Kunstverein oder die Nida Art Colony Litauen. Feministische Gesellschaftskritik befeuert dabei ihre bewusst undisziplinierten Forschungsinstrumente und visuellen Artikulationen. Stephany studierte Grafikdesign an der Gerrit Rietveld Academie und erlangte ihren MfA in Critical Studies am Sandberg Instituut Amsterdam. Von 2007 bis 2016 war Stephany Dozentin für Grafikdesign an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam.

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