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© Lukas Rehm, Kill Screens: A Much More Elaborate and New Set of Toys / Grafik: Tatjana Stürmer.

Der Förderpreis für Bildende Kunst wird in diesem Jahr Lukas Rehm verliehen. Die Preisverleihung findet im Rahmen seiner Ausstellungseröffnung "Kill Screens: A Much More Elaborate and New Set of Toys" am Freitag, den 22. November 2019 um 19 Uhr im Studioraum 45cbm der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden statt.

Lukas Rehm möchte mit einer Medieninstallation eine Geste untersuchen, die er zum Zeichen einer emotionalisierten Gegenwart erklärt: Spielende schleudern ihren Controller in den Bildschirm, um Frustrationen auszuagieren. Der Screen bricht, das Spiel ist beendet. Auch in Gesellschaft und Politik wird Gefühlen von Frust und Ohnmacht häufig affektiv begegnet. Anstelle des kühlen Strebens nach Kompromiss und Konsens treten aggressive, destruktive Gesten, die nur vermeintlich neue Handlungsmacht verschaffen. In der Ausstellung wird Lukas Rehm beschädigte Bildschirme zu einer audiovisuellen Komposition arrangieren, die den Konnex von Machtlosigkeit und Emotion erörtert.

Der Förderpreis für Bildende Kunst wird seit 2015 von der Heidelberger Kunststiftung Rainer Wild in Kooperation mit der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden ausgelobt und richtet sich jedes Jahr an eine andere umliegende Kunsthochschule.

Der diesjährige Preisträger Lukas Rehm wurde von einer Jury ausgewählt, die sich aus VertreterInnen von verschiedenen Kultur-Einrichtungen zusammensetzte:
Hendrik Bündge (Staatliche Kunsthalle Baden-Baden)
Heinrich Dietz (Kunstverein Freiburg)
Sascha Fronczek (Grafiker, Karlsruhe)
Christina Lehnert (Kunsthalle Portikus, Frankfurt)
Imke Kannegießer (Kunstverein Reutlingen)
Dietrich Roeschmann (art-line Magazin, Freiburg)

Lukas Rehm (*1989 in Memmingen) lebt und arbeitet in Karlsruhe. Er studierte Medienkunst an der HfG Karlsruhe und schloss 2019 mit Auszeichnung ab. Seine künstlerische Praxis umfasst u.a. Komposition, Film und Installation. Lukas Rehms Werke warden sowohl im Rahmen von Ausstellungen als auch bei Konzerten und Filmfestivals präsentiert, so u.a. beim Heidelberger Frühling (2019), in der Bundeskunsthalle Bonn, im Futire Space in New York oder auf dem Dokumentarfilmfestival “Doclisboa” in Lissabon (alle 2018).

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