Performing Landscapes: Ausstellung im Leopold-Hoesch-Museum Düren
13. Juni 2026 – 6. September 2026
Sara Alvarado & Camilo Pachón, The Walking Mountain, 2023, Performance in Köln
„Performing Landscapes“ geht einem Verständnis von Landschaft nach, das von Arbeit, Rohstoffgewinnung und gesellschaftlichem Wandel geprägt ist. Die Ausstellung untersucht, wie Landschaften als Orte gesehen werden können, an denen Geologie, politische Geschichte und Erinnerung untrennbar miteinander verwoben sind. Den Spuren von Kohle, Sandstein, Marmor oder Uran zu folgen bedeutet, sich durch Geschichten zu bewegen, die sich auf widersprüchliche Weise überschneiden und in denen das Industrielle und das Ökologische sich überlagern.
Über Kunstwerke, Interventionen und anhand von Präsentationen archivarischer Forschung erschließt die Ausstellung die komplexe Beziehung zwischen Rohstoffgewinnung und menschlichem sowie nicht-menschlichem Leben. Die Arbeiten reichen vom Tagebau Hambach – der größten künstlichen Grube Europas – über die Moorlandschaften Norddeutschlands, die ehemaligen Standorte des Uranbergbauunternehmens Wismut, bis hin zu kolumbianischen und britischen Kohlebergwerken. Das Projekt baut auf dem fortlaufenden Engagement des LHM für Industrielandschaften auf, das mit „Vom Leben in Industrielandschaften – Eine fotografische Bestandsaufnahme" (2019) begann und mit „Vom Leben in Industrielandschaften – Den Strukturwandel im Blick“ (2021) fortgesetzt wurde. „Performing Landscapes“ widmet sich den sozialen, historischen und politischen Prozessen, die Industrielandschaften prägen – den Konflikten, archivarischen Lücken, Akten des Widerstands und gelebten Erfahrungen, die innerhalb und jenseits der sichtbaren Landschaft liegen.
Die Ausstellung verbindet Kunstwerke mit Forschung sowie räumlichen und szenografischen Interventionen und wurde gemeinsam mit Studierenden des Fachbereichs Szenografie und Ausstellungsgestaltung der HfG Karlsruhe konzipiert und entwickelt. Die Arbeiten und Forschungsbeiträge von Helena Bänsch, Franka Karola Breunig, Peter Oellerich, Ruby Richter, Lilith Stumpf und Laura Waterstradt stehen im Dialog mit ausgewählten Werken aus der Sammlung des LHM, Archivmaterialien sowie Beiträgen von Mareike Bernien & Alex Gerbaulet, Alex Grein, Laura Haak, Camilo Pachón & Sara Alvarado, Elizabeth Price und Silke Schatz.
Die Ausstellung wurde kuratiert von Lisa Oord und Hanne König und wurde in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Studierenden der HfG Karlsruhe und den teilnehmenden Künstler*innen realisiert. Sie entstand aus dem Seminar „Performing Landscapes" unter der Leitung von Professorin Céline Condorelli und Hanne König an der HfG Karlsruhe. Das Projekt wurde großzügig unterstützt vom Museumsverein Düren e.V..
13. Juni 2026 – 6. September 2026
Leopold-Hoesch-Museum
Hoeschplatz 1
52349 Düren
Eröffnung:
Freitag, 12.6.2026, 19 Uhr
Zur Eröffnung sprechen:
Verena Schloemer, Kulturausschussvorsitzende der Stadt Düren
Markus Mascher, stellvertretender Direktor LHM
Lisa Oord und Hanne König, Kuratorinnen der Ausstellung
Der Eintritt zur Eröffnung ist frei.
Im Rahmen der Eröffnung findet um 20 Uhr eine Performance im Außenbereich statt.
Die Ausstellung wird gemeinsam mit "Adrián Balseca. A Ciasmatic Body" eröffnet.