© Studio L
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Schwarm #4 ist eine studentische Publikation mit künstlerischen und wissenschaftlichen Beiträgen aus verschiedenen Fachbereichen der HfG Karlsruhe, die sich mit dem Begriff „Realities" auseinandersetzt. Für das dreiköpfige Gestaltungsteam bot das Projekt die Möglichkeit, gemeinsam eine visuelle Identität zu entwickeln und in der Gestaltung umzusetzen. Der Fokus lag darauf, eine grafische Sprache zu schaffen, die den Beiträgen gerecht wird und zugleich einen zugänglichen Rahmen für die Auseinandersetzung mit den Werken bietet. Statt eines klassischen Theoriebuchs entstand ein Format, das zum Entdecken einlädt und theoretische Inhalte zugänglicher vermittelt – die Gestaltung selbst wird so Teil des Themas „Realities".
Dafür griffen zahlreiche gestalterische Detailsysteme wie Zahnräder ineinander. So erzeugt das Team etwa eine subtile Spannung im Layout, indem Textblöcke auf linker und rechter Seite unterschiedlich lang und leicht verschoben platziert sind – ein Effekt, der sich durch die Lichtdurchlässigkeit des Papiers im gedruckten Buch verstärkt und den Eindruck vermittelt, dass jede Seite, jede Realität, unterschiedlich ist. Zum Ausgleich wurden beide Seitenzahlen gemeinsam auf einer Seite platziert. Da sich nicht jeder Beitrag für eine klassische akademische Darstellung eignete, entwickelte das Team unterschiedliche Gestaltungskonzepte: Der bewusste Wechsel zwischen Satzarten und Layoutstrukturen – von Blocksatz bis Flattersatz – lässt die einzelnen Beiträge auf eigene Weise wirken und fügt sie dennoch zu einem typografisch stimmigen Ganzen zusammen.
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Für das Team ist Schwarm kein Abschluss, sondern ein Auftakt: Unter dem Namen „Studio L" wollen Till Engelhardt, Tizian Repp und Dshamilja Tükerek die Zusammenarbeit fortsetzen, jungen Kunstschaffenden und Theoretiker*innen eine Bühne bieten und mit eigeninitiierten wie beauftragten Publikationen interdisziplinären Austausch fördern. Geplant sind sowohl eigeninitiierte Publikationen als auch Auftragsprojekte, die den Dialog zwischen unterschiedlichen Fachbereichen und Communities fördern.