Wofür steht der Ausdruck „Westen“ heute noch? Im Zuge der Globalisierung hat er seinen Sinn mehrfach verändert und schließt Industrienationen ein, die in Ostasien und im Südpazifik liegen können. Auch die Unterteilung eines globalen Nordens und Südens hat ihre Schwierigkeiten. Als imaginärer Bezugspunkt, Freund- und Feindbild hat der Westen offenbar noch nicht ausgedient. Das gibt Anlass für eine ikonografische Bestandsaufnahme.

Das Seminar hat Bilder von gesellschaftlichen Stereotypen, Wunsch- und Zerrbildern zusammengetragen, die nicht unbedingt aus dem Westen kommen, aber irgendwie für ihn stehen sollen. Für den Rundgang wird das Pförtnerhaus im Eingangsbereich der HfG umgestaltet, um eine Auswahl von Beispielen zu zeigen. Die Architektur selbst erweist sich dabei als ein Modellbau der Westmoderne.

Mitwirkende: Marie Herrndorff, Wera Hertenstein, Michael Janus, Lorena Karn, Darius Kühner, Florian Lips, Daniel Lythgoe, Michelle Nikolas, Alena Poser, Yidan Qin, Helena Schenk, Leonie Werner und Julia Ziegler

Leitung: Matthias Bruhn (Kunstwissenschaft & Medienphilosophie)