aspect-ratio 10x9 "Rote Saat" Ausstellungsansicht

"Rote Saat" Ausstellungsansicht, Foto: Laura Waterstradt

„Rote Saat“ ist eine installative Arbeit, die sich mit dem Verschwinden traditioneller Nutzpflanzen in Deutschland und der Bedeutung von Saatgutbanken als lebendige Archive auseinandersetzt. Ausgangspunkt ist die Beobachtung eines drastischen Rückgangs der Sortenvielfalt seit dem 20. Jahrhundert, bedingt durch industrielle Landwirtschaft, gesetzliche Regulierungen und die Konzentration auf wenige Hochleistungssorten. Viele regional angepasste Landsorten erfüllen heutige Zulassungskriterien nicht mehr und sind dadurch aus dem Anbau verschwunden.

Die Arbeit nimmt diese Entwicklung zum Anlass, um Prozesse der Erhaltung, Weitergabe und Reaktivierung von Saatgut sichtbar und erfahrbar zu machen.

Über die Künstlerin:
Laura Waterstradt (*1998) kommt ursprünglich aus NRW und studiert seit 2023 Ausstellungsdesign und Szenografie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG Karlsruhe). Sie arbeitet als Grafikdesignerin und verbindet ihre gestalterischen Fähigkeiten mit ortsspezifischer Recherche. In ihrer Praxis setzt sie sich unter anderem mit Bezügen zur Landschaft sowie mit Ökofeminismus auseinander. Die Arbeit „Rote Saat“ entstand im Kontext einer künstlerischen Recherche zu agrarökologischen Praktiken, Saatgutpolitik und kollektiven Formen der Wissensweitergabe. Ausgangspunkt war die Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen in Karlsruhe, insbesondere der Solidarischen Landwirtschaft KArotte, dem Sozialen Garten (afka) sowie der Genbank für Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft.

aspect-ratio 10x9 "Rote Saat" Ausstellungsansicht Saatgut der roten Liste

"Rote Saat" Ausstellungsansicht Saatgut der roten Liste, Foto: Laura Waterstradt

aspect-ratio 10x9 "Rote Saat" Ausstellungsansicht Wardscherkasten

"Rote Saat" Ausstellungsansicht Wardscherkasten, Foto: Laura Waterstradt