Das Seminar „Score of the Mangrove" folgte mit Körper und Geist den ineinander verflochtenen Ästen und Wurzeln der Mangroven. Mangroven sind Gezeitenbäume mit komplexen, überirdischen und verankernden Wurzelsystemen, die an salzhaltige Umgebungen angepasst sind. Sie bilden Wälder als weitverzweigte Netzwerke, die sauerstoffarme Böden fruchtbar machen und die Artenvielfalt fördern, indem sie Lebensräume für zahlreiche Arten schaffen und Küsten vor Erosion schützen. In verschiedenen antikolonialen Kämpfen dienten Mangrovenwälder als Zufluchtsort und Versteck vor gezielten militärischen Luftangriffen. Durch verschiedene somatische Praktiken und Körperbewegungen rief die Vorstellung von Mangroven Widerstand, Resilienz und horizontale Verbindungen hervor.
Im Seminar wurden unterschiedliche Ansätze zum Körper in Bewegung, zu somatischen Praktiken und zur Performance erforscht, um sich mit diesen Motiven und Bewegungsqualitäten auseinanderzusetzen. Im Zentrum standen die Beziehungen zueinander, zur materiellen Umgebung und zu vielfältigen rhizomatischen und vieldeutigen Konzepten. Die Praxis führte zur Entwicklung und Aufführung eigener „Scores", die stets in relationaler Improvisation verwurzelt sind. Während des Rundgangs lädt das Seminar herzlich dazu ein, am Austausch teilzunehmen.
Raum 103
Performance: Freitag, 17.07., ab 14 Uhr // Wiese vor der HfG
Erkundungen mit:
ANĐA
Ruby Balagizi
Hannah Bingen
Filipa César
Johanna Hoth
Sukyoung Lee
Jonas Marosczyk
Maja Milic
Tibor Pilz
Laura Waterstradt
Betreuung:
Prof. Filipa César
Johanna Hoth
Prof. Constanze Fischbeck
Mira Hirtz
Ka Rustler
Barbara Ramos