Lichthof der HfG Karlsruhe im Jahr 2000, Foto: Dirk Altenkirch, www.atelier-altenkirch.de (© Dirk Altenkirch)
Die Staatliche Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe wurde 1992 gegründet. Initiiert und konzipiert wurde sie vom Kunst- und Architekturtheoretiker Heinrich Klotz, der zugleich Gründungsdirektor des neu entstandenen Zentrums für Kunst und Medien (ZKM) war. Seine Idee war es, einen Ort zu schaffen, an dem sich Kunst, Gestaltung, Wissenschaft und neue Technologien in Forschung, Lehre und Praxis begegnen.
Von Beginn an war die HfG eng mit dem ZKM verbunden – eine bis heute besondere Konstellation aus Hochschule, Forschungs- und Ausstellungseinrichtung. In Anknüpfung an die Reformideen des Bauhauses sollten traditionelle Grenzen zwischen Theorie und Praxis sowie zwischen den verschiedenen künstlerischen und gestalterischen Disziplinen überwunden werden.
Nach ihren ersten Jahren in einem ehemaligen Brauereigebäude zog die HfG 1999 gemeinsam mit dem ZKM in den Hallenbau der ehemaligen Industriewerke Karlsruhe-Augsburg (IWKA), wo beide Institutionen bis heute ihren Sitz haben. Die räumliche Nähe ermöglicht einen kontinuierlichen Austausch zwischen Studium, Forschung und Ausstellungspraxis.
Heute vereint die HfG Karlsruhe die Studiengänge Medienkunst, Ausstellungsdesign und Szenografie, Kommunikationsdesign, Produktdesign sowie Kunstwissenschaft und Medienphilosophie. Kennzeichnend ist dabei ihr interdisziplinärer Ansatz: Studierende verbinden künstlerische und gestalterische Praxis mit theoretischer Reflexion und entwickeln individuelle Perspektiven auf die gesellschaftlichen, technologischen und kulturellen Fragen ihrer Zeit.
Im Sinne des Reformgedankens der HfG allen Studiengängen gemein, dass im Zentrum des Studiums die gezielt fächerübergreifende Projektarbeit und nicht ein vorgefasstes Curriculum steht. Dabei studieren rund 400 Studierende an einer der wenigen Hochschulen in Deutschland mit Diplom- bzw. Magisterabschluss, um sich in einem vielseitigen, projektorientierten Studium bestens auf die professionellen Anforderungen der Berufswelt vorzubereiten.