Wanda, 1970 (© Arsenal Berlin)
Wanda
USA 1970
Regie: Barbara Loden
35mm | Englische
Originalfassung
Wanda (gespielt von Regisseurin Barbara Loden selbst) haust mit ihrem Mann und zwei Kindern in einer Baracke in einem tristen Kohlebergbaugebiet. Da sie die Hausarbeit liegen lässt, reicht ihr Mann die Scheidung ein. Wanda gibt ihr bisheriges Leben auf, verzichtet auf das Sorgerecht für ihre Kinder – „they are better off with him“ – verliert ihren Job und driftet nur auf sich gestellt durch das ärmliche Pennsylvania. Als sie in einer Bar auf einen
Gelegenheitsgauner trifft, lässt sie sich in einen Bankraub hineinziehen. Barbara Lodens unsentimentales Regiedebüt ist ihr einziger Langfilm geblieben und gilt heute als einer der wichtigsten Filme des US-amerikanischen Independent-Kinos der 70er Jahre.
"Das Wunder liegt für mich nicht in der Art des Spiels sondern darin, daß sie im Film, [...] noch mehr sie selbst ist, als sie es im Leben gewesen sein muß[...]. Ich insistiere so darauf, weil mich das sehr aufgewühlt hat. Es ist, als erreiche sie in dem Film eine Art Sakralisierung dessen, was sie als einen
Zustand des Verfalls zeigen will, was aber, wie ich finde, etwas Herrliches ist, ein sehr, sehr starker, sehr heftiger und sehr tiefer Glanz.“ (Marguerite Duras)
Veranstaltungsbeginn 20:00 Uhr mit DJ, Bar uvm.
Vorprogramm ab 21 Uhr
Filmbeginn ab 21:15 Uhr
Samstag, 20. Juni 2026, 21:00
Wiese vor der HfG
Eintritt frei, Spenden erbeten