aspect-ratio 10x9 Porträt links: Tiara Roxanne (© Argenis Apolinario); Porträt rechts: Audrey Chen (© Dimitri Djoric)

Porträt links: Tiara Roxanne (© Argenis Apolinario); Porträt rechts: Audrey Chen (© Dimitri Djoric)

Zum Wintersemester 2026/27 begrüßt die Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe zwei neue Vertretungsprofessorinnen im Bereich Medienkunst: Prof. Tiara Roxanne und Prof. Audrey Chen.

Tiara Roxanne ist Wissenschaftlerin, Performancekünstlerin und Filmemacherin. In ihrer Arbeit untersucht sie die Beziehungen zwischen digitalen Technologien, Land, Körpern und Erinnerung aus antikolonialer, ökofeministischer und cyberfeministischer Perspektive. Ein Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf der Frage, inwiefern digitale Technologien mit der Ausbeutung von Ressourcen aus indigenen Gebieten verbunden sind und wie sich koloniale Hinterlassenschaften in Land, Körpern und Erinnerung einschreiben.
Ihre Arbeiten wurden international präsentiert, unter anderem bei der Ars Electronica in Linz, der Transmediale in Berlin und an der University of Cambridge. Sie ist Autorin eines in Kürze bei der University of California Press (2027) erscheinenden Buches, in dem sie ihre Konzepte der „digitalen Einstimmung“ und des „technologischen Spuks“ weiterentwickelt.

Audrey Chen lebt und arbeitet seit 2011 in Berlin. Als taiwanisch-amerikanische Künstlerin der zweiten Generation beschäftigt sie sich in ihrer Arbeit mit Migration und Integration, dem Verlust und der Aneignung von Sprache, unerzählten Geschichten sowie der Frage, wie über vererbte und gelebte Erfahrungen Zugang zur Vergangenheit entstehen kann. Ihre künstlerische Praxis verbindet extreme, unbearbeitete Stimmklänge mit den elektronischen Klängen eines Ciat-Lonbarde-„Fourses“-Synthesizers zu einer eigenständigen, ekstatischen Klangsprache.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten tritt Chen international auf und arbeitet unter anderem in verschiedenen Solo- und Ensembleprojekten mit Künstler*innen wie Phil Minton, Kaffe Matthews, Nick Klein und Tashi Dorji zusammen. Ihre Arbeiten wurden weltweit auf zahlreichen Festivals und an renommierten Spielstätten präsentiert.

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