Media Art is Here Key Visual 2026, Foto: UNESCO City of Media Arts Karlsruhe
Auch 2026 bringt die Ausstellung Media Art Is Here Kunst dahin, wo das Leben spielt: Auf Straßen, Plätzen und in Gärten begegnen Besuchende zukunftsweisenden Medienkunstwerken, die den öffentlichen Raum neu denken und erlebbar machen – interaktiv, inspirierend und kostenlos zugänglich. Gezeigt werden Werke von lokalen und internationalen Künstler*innen, darunter auch Arbeiten bzw. Projekte von HfG-Studierenden bzw. Alumni:
So setzt die HfG Alumna Norina Quinte zusammen mit Andreas Hölldorfer (ato) und VOLNA mit der Pyramide von morgen auf dem Marktplatz der Stadt Karlsruhe ein visuelles Statement zum Klimawandel und schlägt eine Brücke zwischen der Geschichte der Stadt und ihrer ökologischen Zukunft. Die Medienkunstinstallation wird eine temporäre, begehbare Pyramidenstruktur in derselben Größe und Form wie die historische Pyramide auf dem Marktplatz sein.
Vera Gärtner, Szenografin und künstlerische Mitarbeiterin im Studiengang Ausstellungsdesign und Szenografie an der HfG Karlsruhe, macht mit Live from Plastisphere die Mikroplastik-Verschmutzung in der Alb durch sehr großformative Aufnahmen eines Rasterelektronenmikroskops sichtbar. Ihre poetisch-wissenschaftliche Annäherung an lokale Umweltprobleme erstreckt sich über das Schaufenster im Museum beim Markt und die Fischtreppe am Thomaswehr.
Welche Vergangenheit prägt unsere Gegenwart? Dieser Frage gehen in 2 Flächen bewegen, 50 km/h, Schritttempo die HfG-Alumni Isabel Motz, Nis Petersen und Josefine Pilar Scheu nach. Sie verbinden mit ihren Performances und einem Audiowalk zwei gegensätzliche Karlsruher Orte: den ruhigen Alten Flugplatz und die verkehrsreiche Kriegsstraße. Durch performative Spaziergänge und Autofahrten werden die militärischen Prägungen beider Orte sichtbar gemacht und Fragen nach möglichen Zukünften der Stadt gestellt.
Karolina Sobel, Fotografin und akademische Mitarbeiterin im Fachbereich Medienkunst an der HfG Karlsruhe, thematisiert in der Videoarbeit Soft Signals im ZKM-Foyer queere und feministische Sichtbarkeit sowie die Fragilität von Schutzräumen. Das Gemeinschaftsprojekt entstand in Zusammenarbeit mit Natia Chikvaidze und Davit Khorbaladze aus Tiflis und nimmt die georgische Malerin Elene Akhvlediani (1898–1975) zum Ausgangspunkt.
Im studio hö erarbeitet die HfG-Alumna Isabelle Konrad in ihrem transmedialen Projekt FURIE eine neue visuelle Sprache für weibliche Wut. Kein Zufall, dass das Wort Hysterie vom griechischen hysterá – Gebärmutter – kommt und dass die Furien der Mythologie als Rachegöttinnen gefürchtet wurden, nicht als Gerechtigkeitsbringerinnen. FURIE fragt, was mit dieser aufgestauten Energie passiert und was entsteht, wenn sie sich endlich Raum nimmt. Das Gesamtprojekt ist als langfristiger Bild- und Klangatlas angelegt, der über das Stipendium hinauswächst.
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