aspect-ratio 10x9 Foto: © Marie-Jo Lafontaine, Quelle: marie-jo-lafontaine.com

Foto: © Marie-Jo Lafontaine, Quelle: marie-jo-lafontaine.com

Marie-Jo Lafontaine zählte zu den prägenden europäischen Künstlerinnen ihrer Generation. In ihrem vielschichtigen Werk verband sie über Jahrzehnte hinweg Video, Fotografie, Textil, Skulptur und raumbezogene Installationen zu eindrucksvollen künstlerischen Bildwelten. Internationale Bekanntheit erlangte sie insbesondere mit ihrer Installation Les larmes d’acier (1987), die auf der documenta 8 präsentiert wurde.

Mit der HfG Karlsruhe war Marie-Jo Lafontaine seit den Anfängen der Hochschule eng verbunden. Ab 1992 lehrte sie als Professorin an der HfG und prägte mit ihrer künstlerischen Arbeit sowie ihrer internationalen Perspektive zahlreiche Studierende und Kolleg*innen. Ihr Wirken fiel in die Aufbaujahre der Hochschule, die gemeinsam mit dem ZKM als Ort für die Verbindung von Kunst, Medien und Theorie gegründet wurde.

Auch zum ZKM bestand eine langjährige Beziehung. Bereits Anfang der 1990er-Jahre wurden ihre Arbeiten im Rahmen der MultiMediale präsentiert. Werke von Marie-Jo Lafontaine sind bis heute in der Sammlung des ZKM vertreten.

Mit ihrem Tod verliert die internationale Kunstwelt eine bedeutende Künstlerin und die HfG Karlsruhe eine Persönlichkeit, die die Entwicklung der Hochschule in ihren frühen Jahren maßgeblich begleitet hat.

Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie, ihren FreundInnen sowie allen WegbegleiterInnen.

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