© Critical Faculties design team: Lucienne Roberts, Eunsoo Choi, Majken Böckmann
Am 17. Juli 2026 geht die Website des Forschungsprojekts CRITICAL FACULTIES. BiPoC+ FLINTA* an Kunstakademien im Rahmen des Rundgangs der HfG Karlsruhe offiziell online. Das Projektteam stellt die Website vor Ort vor und lädt im Anschluss zu einer offenen Diskussions- und Fragerunde ein. Vom 16. bis 19. Juli ist das Projekt darüber hinaus während des gesamten Rundgangs präsent: mit der Website sowie mit weiteren Lesematerialien der beteiligten Künstler:innen und Wissenschaftler:innen.
Mit Critical Faculties startet ein mehrjähriges Verbundforschungsprojekt der HfG Karlsruhe und der UdK Berlin. Das Projekt verbindet empirische und künstlerische Forschung, um Ausschlüsse und Handlungsspielräume für BiPoC+ FLINTA* im Kontext von Kunsthochschulen zu untersuchen. Die wissenschaftliche Erhebung mit Fokus auf Rassismus-, Ungleichheits- und Hochschulforschung findet an der UdK Berlin statt.
Die künstlerische Forschung ist im Fachbereich Medienkunst der HfG Karlsruhe angesiedelt und wird in Kooperation mit der ABK Stuttgart, der AdBK Nürnberg und der HBK Braunschweig durchgeführt. Im Zentrum stehen Fragen zu Wissensproduktion und Archiven, Dekolonisierung von Algorithmen, dem Kunstkanon in der Lehre, Visual Codes und Sichtbarkeitspolitiken, Zeichnung als politische Geste sowie Selbstinstitutionalisierung als künstlerisch-politische Strategie.
* Mit BiPoC+ FLINTA* sind alle Personen gemeint, die sich als Frauen, Lesben, trans*, inter, nichtbinär oder genderqueer verstehen und in Deutschland aufgrund ihrer (zugeschriebenen) Herkunft, Religion, Sprache oder ihres Aussehens rassistische und/oder antisemitische Diskriminierung erfahren.
Das Forschungsprojekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) unter dem Förderkennzeichen 01FP24094 „Verbundvorhaben BiPoC Frauen an Kunstakademien im Fokus – die diskriminierungsfreie Akademie“ im Rahmen der Förderlinie „Innovative Frauen im Fokus“ (IFIF) gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt der einzelnen Beiträge liegt bei den jeweiligen Autor:innen.